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Die Weihnachtsbäckerei und was die Zutaten bedeuten

 

In den Familien kneten kleine Hände große Teigkugeln und hantieren mit Nudelholz und Ausstechförmchen. Ja, Religion hat einen Geschmack. Und in der Weihnachtszeit schmeckt alles nach Nüssen, Trockenobst, Zimt, Kardamom, Anis und all den anderen Gewürzen. Doch wer weiß schon, dass im Plätzchenbacken eine Symbolik steckt? Gebäck mit Gewürzen soll Gesundheit schenken und auf die Geburt Jesu hinweisen. Gott schenkt uns seinen Sohn, der das Heil der Welt bringt. Selbst die Anzahl der verwendeten Gewürze hat eine symbolische Bedeutung. So taucht in alten Rezeptbüchern zum Beispiel noch der Begriff Siebenerlei auf.

Die Sieben ist die Zahl der Schöpfung. Sie regelt unseren Lebensrhythmus und erinnert daran, das Gottes Gesetze unser ganzes Leben durchdringen, ähnlich wie die Gewürze das Gebäck. In sieben Tagen schuf Gott die Welt, jede Woche hat sieben Tage. Darum nahm man schon im Mittelalter für die kleinen Würzkuchen sieben verschiedene Gewürze. Noch heute kann man in der Adventszeit kleine Tüten mit „Siebenerlei Gewürz“ kaufen.

 


Gewürze zu Weihnachten kommen aus der ganzen Welt

 

Piment

 

Auch Nelkenpfeffer genannt. Er wächst am Nelkenpfefferbaum in Südamerika als rote Beere.

 

Zimt

 

Die feingemahlene Innenrinde des Zimtstrauchs kommt vor allem aus Sri Lanka und Indien. Zimt ist eines der ältesten Gewürze. Schon Moses bekam ein Rezept für Salböl aus Myrrhe, Zimt, Kalmus, Kassia und Olivenöl.

 

Ingwer

 

Der Ingwer, auch Schnapswurzel genannt, kommt aus Indien und China.

 

Anis

 

Anis stammt aus Ägypten und dem Mittelmeerraum. Eine Sage berichtet, dass der Specht die härtesten Hölzer durchhacken könne, wenn sein Schnabel mit Anis bestrichen ist.

 

Koriander

 

Manche finden, dass Koriander unangenehm riecht. Deshalb wird er auch Wanzenkraut genannt. Er ist ein uraltes Würzmittel für Fisch und Brot. Er macht das zäheste Fleisch mürbe und passt zu Schokolade und Sauerbraten.

 

Kardamom

 

Kardamom wächst in Indien und war früher Heilmittel. Er eignet sich auch zum Würzen von Tee.

 

Muskat

 

Muskat kommt von den Philippinen.

 

Gewürznelke

 

Der Gewürznelkenbaum stammt ebenfalls von den Philippinen. Seine Blütenknospen werden getrocknet. Früher wurde er als Heilmittel gegen Leberkrankheiten, Schlangenbiss und Zahnweh genutzt. Heute wächst er vor allem auf Sansibar (das ist eine kleine Insel vor Ostafrika). Er ist bis zu 20 Meter hoch.

 

Fenchel

 

Fenchel ist ein altes Heilkraut von den Küsten des Mittelmeers. Im Mittelalter benutzten Imker ihn dazu, die Bienen im Stock zu halten.

 

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